Stadtradeln 2020

Veröffentlicht am 24.04.2020 in Fraktion

Das „rote“ Kreistagsrad vom Stadtradeln 2018 (Foto: Andrea Schröder-Ritzrau)

SPD-Kreistagsfraktion zuversichtlich: Stadtradeln sollte im Sommer stattfinden

Radfahren ist - gerade in Corona-Zeiten - die Mobilität der Stunde! Das ist auch auf den Straßen und Radwegen derzeit gut zu sehen: langsam wird es eng auf manchen Radwegen, weil immer mehr Menschen auf das Rad umsteigen. Eine bessere Stärkung der Atemwege und des Kreislaufsystems gibt es kaum und man kann sich auf dem Rad auch kaum anstecken. Zudem fällt es leicht Abstand zu halten, definitiv leichter als im PKW.

 

Die SPD-Kreistagsfraktion ist sich daher einig, dass das Stadtradeln nicht komplett der Corona-Situation zum Opfer fallen sollte. „Wir haben Verständnis für die Absage im Mai. Es ist aber wichtig, dass die Bevölkerung eine Möglichkeit hat, ihr Bekenntnis zur Mobilitätswende auszudrücken, zu erleben, wie schön, gesund und umweltfreundlich Radeln sein kann“, so Dr. Brigitta Martens-Aly und Dr. Andrea Schröder-Ritzrau als umweltpolitische Sprecherinnen der Fraktion und bekennende Radlerinnen. Das „Stadtradeln“ stärke zudem das Gemeinschafsgefühl der Rad-Community im Kreis im sportlichen Wettstreit um die meisten Radkilometer für das eigene Team und die jeweilige Gemeinde.

 

Bei allen Problemen, die die Corona-Krise für sehr viele mit sich bringt, gibt es auch den erfreulichen Effekt der reineren Luft. „Um sie zu erhalten, brauchen wir jetzt mehr denn je eine konsequente Förderung des Radverkehrs durch den Kreis und die Kommunen und auch Messzahlen, die uns in die Lage versetzen, den Erfolg oder Misserfolg unserer Maßnahmen zu beurteilen“, meint Dr. Brigitta Martens-Aly, Sprecherin des Umwelt-AK in der SPD-Fraktion. „Darauf wird die SPD-Fraktion auch in den kommenden Beratungen für ein Mobilitätskonzept im Kreis drängen.“

 

„Nachdem nun auch Landesverkehrsminister Hermann positiv geäußert hat, sollten auch wir im Rhein-Neckar-Kreis ein Zeichen setzen. Wir alle sollten zuversichtlich in die zweite Jahreshälfte schauen und nicht alles einfach absagen, sondern die Aktivitäten um das Stadtradeln z. B. als Urlaubsersatz und Ferienaktion 3 bis 4 Monate später beginnen“, schlug Dr. Ralf Göck, Fraktionsvorsitzender und Bürgermeister von Brühl vor. Der SPD sei es nicht daran gelegen das gesamte Programm mit vielen Gemeinschaftsveranstaltungen in vollem Umfang durchzuführen. Die Koordination der gemeindlichen Aktivitäten mit gemeinsamen Flyern sollte aber wieder vom Kreis erfolgen, „vielleicht auch ein Auftakt-Impuls für die Bewohner des Rhein-Neckar-Kreises entlang der Leimbach-Route“. Fahrradfahren sei gerade auch zu Zeiten von COVID 19 eine Betätigung, die die Abwehrkräfte stärkt, also der eigenen Gesundheit und dem Klimaschutz zuträglich ist.